Gastfreundschaft als großen Reichtum erfahren

Jugendbegegnung der katholischen Jugend ging in diesem Jahr nach Bosnien-Herzegowina

Bosnien und Herzegowina ist einer der jungen Balkanstaaten, in denen es seit Jahrhunderten ein Nebeneinander von verschiedenen Religionen und ethnischen Gruppierungen gibt. Diese Vielfalt führte oft zu Konflikten, zuletzt dem Bosnienkrieg 1992-1995, in dem etwa 100.000 Menschen starben. Dieses Land, vertreten durch die Mittelschule im nordbosnischen Orasje, war in diesem Jahr Gastgeber an der Jugendliche aus dem katholischen Dekanat Simmern-Kastellaun und der Ferenc Kölcsey Schule in Budapest teilnahmen.

Bemerkenswert war die große Gastfreundschaft, die die Jugendlichen in diesem Land erfahren haben. So waren die Teilnehmer in Gastfamilien untergebracht.  Neben der immensen Gastfreundschaft wurde den Jugendlichen aber auch ein vielseitiges Programm angeboten. So gab es Tagesausflüge nach Zagreb, Vucovar und Belgrad. Die letzten Tage verbrachte man in Sarajevo.  Aber auch zahlreiche Begegnungen mit dem Bürgermeister, dem Ministerpräsidenten des Kantons Posavina und mit dem Imam der Moscheegemeinde in Orasje standen auf dem Programm.

„Es war eine tolle Zeit hier in Bosnien, insbesondere betroffen haben mich der Krieg und seine Auswirkungen bis auf den heutigen Tag gemacht. In der Schule bekommt man da nicht so viel mit“, resümierte Teilnehmer Silas Müller aus Dickenschied. Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Jugendbegegnung mit den drei Nationen geben. Gastgeber wird diesmal die Ferenc Kölcsey aus Budapest sein. Neben einigen Tagen in der ungarischen Hauptstadt werden die Teilnehmer auch Zeit bei der ungarischen Minderheit im Westen der Ukraine verbringen.

Informationen zur Jugendbegegnung gibt es bei Diakon Clemens Fey unter 06543/2020.