JuZ: 15 Jahre Engagement für Jugendliche

Das Jugendzentrum Sohren kann auf 15 Jahre Bestehen zurückblicken. Ein Grund „den geschlossenen Bund“ zu feiern, der es ermöglichte.

Kinder gestalteten einen Regenbogen, der den Bund symbolisiert. Die Dekanatsjugendband brachte passende Lieder ein, so dass die zahlreichen Reden musikalisch umrandet waren.

Marina Keer, Leiterin der Einrichtung, dankte für die Organisation ihrem Team und den Jugendlichen sowie der „Pizzeria aus der Nachbarschaft“. Mit einer Fotoshow präsentierte sie 15 Jahre Geschichte des Jugendzentrums in Trägerschaft des Bistum Trier. Schon vor der Einrichtung, wurden 1996 Jugendliche bei den Überlegungen zur Gestaltung des JuZ beteiligt und brachten sich aktiv in die Gestaltung ein. Vielseitig ist seit dem das Angebot für Kinder und Jugendliche aber auch die Kooperation des JuZ mit anderen Einrichtungen.

juz kinder_gestalten_regenbogenChristian Heckmann, moderierte durch das Programm, das von Vertretern des Landes, des Kreises, der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinde sowie des Bistums und des Dekanates geprägt wurde. Als Verantwortlicher für die Jugendpastoral im Bistum Trier freute er sich besonders über die ökumenisch-geschwisterliche Begleitung in den vergangenen Jahren für die Menschen wie Jugendreferent Johannes Schmitt stehen. Dr.  Michael Kneib als Vertreter des Bistums zeigte auf, dass bei dieser großen Aufgabe und Herausforderung alle dankbar sein können für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit. Sich der Gegenwart zu vergewissern und sich gegenseitig der Zukunft versichern, seien Botschaften dieses Tages. Wir blicken „zuversichtlich in die Zukunft!“, so der Leiter der Pastoralabteilung. Dabei wollen wir mit dem Jugendzentrum „exemplarisch zeigen, dass Kirche eine dienende Kirche ist“. Das „Gebot Jesu umsetzen an den Brennpunkten, wo es notwendig ist, ist eine Riesenherausforderung gewesen“. Hinter diesem Engagement steht eine bestimmte Sichtweise auf die Jugendlichen. „Unser christlicher Ansatz geht davon aus, dass der einzelne Talente hat, die sich entfalten können und das wollen wir ermöglichen im Miteinander. Junge Menschen sollen sich ihr Leben selbst aneignen können, das ist nicht immer leicht.“, so Kneib. Dechant Bernhard Fuchs stellte die gute Vernetzung und die Unterstützung durch die pastorale Ebene heraus. Hier dankte er besonders Diakon Clemens Fey für dessen vernetzende Funktion und sein Engagement in der Jugendarbeit. Mit der Jugendarbeit der Region auf besondere Weise verbunden ist Rudi Neu. Fünf Jahre lang leitete er das Projekt MUSKATH (musikpädagogische Projektstelle der katholischen Jugend). Inzwischen arbeitet er im Landesjugendamt. Rudi Neu verwies auf die sozialräumliche Vernetzung des JuZ, das aktiv in das Gemeinwesen hineinwirkt. Es entwickelt sich zu einem „Kristallationspunkt“ und einem „Motor“. Wir dürfen nicht vergessen, „Es geht vielen Jugendlichen gut, aber es gibt nicht weniger mit Problemen.“ Das Landesjugendamt sieht in Jugendeinrichtungen auch vielfältige Orte der Bildung, erläutert Neu. Dies gelingt besonders, wenn ein „zweckfreier Dienst an Jugendlichen“, der diakonische Ansatz, wie im JuZ Sohren geleistet wird. Vielfach unterstützt wurde diese Arbeit durch die Sparkassenstiftung, die ihre Glückwünsche übermittelte; ebenso der AK Jugendzentren und die Vertreter des Jugendhilfeausschusses oder der örtliche Gewerbeverein, der für eine unkomplizierte, pragmatische Hilfe steht. Sie haben „Grund Stolz zu sein und das zu feiern“ betonte Dietmar Tuldi, der als Kreisbeigeordneter die Wünsche des Landrates und dessen Freude über den Erfolg übermittelte. Er sicherte als Vertreter des Trägers der Jugendhilfe zu, dass der Kreis die Jugendeinrichtungen fortführen will.

JuZ Tanzgruppe HonoratiorenEs ist Ziel des Kreises in jeder Verbandsgemeinde ein hauptamtlich betreutes Jugendzentrum zu führen. Im Namen des Landrates kann ich ihnen zusichern, der „Kreis wird bei der Stange bleiben“. Wolfgang Wagner freute es besonders, an dieser Stelle als Beigeordneter VG-Bürgermeister Rosenbaum zu vertreten. Als „Mann der ersten Stunde“ bin ich gerne hier. „Wir reden über 15 Jahre Erfolgsstory sowohl der Ergebnisse als auch der Zusammenarbeit. Wir haben dieses Haus gebraucht. Es gibt das Haus wegen des Friedens – durch Frieden haben wir es gründen können. Doch „das JuZ werden wir noch lange brauchen, denn „Integration bedeutet dicke Bretter bohren“, so Wagner. Ortsbürgermeister Markus Bongard, der immer an der Seite des JuZ ist, übernahm das letzte Grußwort. „Wir sind damals übereingekommen, „neue Wege zu gehen“, so Bongard. „Wir sind glücklich, das JuZ zu haben“ „es hat sich nicht überlebt und hat eine gute Zukunft“. Dies zeigt sich im Beschluss des Ortsgemeinderates vom Februar 2011 zur Förderung für fünf Jahre über 17.000,-  € / Jahr.

Die Erfolgsgeschichte der Integrationsprojekte zeigte sich bei der Feier auch in den Darbietungen der Mädchentanzgruppen: Jessica Chrispens (13 Jahre), Kim Kupp (14 Jahre), Yara Jawad (14 Jahre) als Mädchen aus drei Kulturkreisen in einer Tanzgruppe proben einmal die Woche. Sie hatten schon vier Auftritte. Doch proben sie unter Leitung von Julia Chrispens erst seit einem halben Jahr. Nach vielen Reden, Leckereien und Gesprächen hatten dann ab 18 Uhr die Jugendlichen wieder die Oberhand im JuZ. Mit gemeinsamem Grillen feierten sie das Jubiläum.