20 Jahre Flughafen Frankfurt-Hahn

Erstflug Condor beim StartSchon 1990 - mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes – gab es in Rheinland-Pfalz erste Überlegungen zur zivilen Nutzung militärischer Liegenschaften. Als die amerikanischen Streitkräfte 1991 die Freigabe des Flugplatzes Hahn ankündigten, beschloss die damalige Landesregierung den Flugplatz Hahn als Verkehrsflughafen weiter zu nutzen. Für die Region boten sich damit einzigartige Entwicklungschancen – denn der Abzug der Amerikaner bedeutete damals auch ein Kaufkraftverlust von jährlich 250 Millionen Mark.

Im Januar 1992 wurde die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft Flugplatz Hahn gegründet. Gesellschafter waren das Land Rheinland-Pfalz, die Landkreise Rhein-Hunsrück, Cochem-Zell, Birkenfeld und Bernkastel-Kues sowie die Verbandsgemeinde Kirchberg. Die vorrangige Aufgabe der Gesellschaft bestand darin, für den Betrieb eines zivilen Verkehrsflughafens die Genehmigung zu bekommen.

Erstflug Condor Flughafen HahnDer erste Kunde, der damals gewonnen wurde, war Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI Touristik Union International. Dieser brachte seine ersten Fluggäste mit der Fluggesellschaft Condor nach Mallorca.

Das ehemalige Offizierskasino wurde damals zum Interimsterminal umgebaut. Was als Zwischenlösung gedacht war, blieb sieben Jahre in Betrieb.

Am 15. Mai 1993 gab es dann den „Probelauf“. Mehr als 1000 Menschen aus der Region nutzten die Möglichkeit, für 99 Mark 45 Minuten lang mit einer Boeing 737 der Condor über den Hunsrück und die Eifel zu fliegen. Am 22. Mai 1993 startete dann die Condor für TUI nach Palma de Mallorca vom Flughafen Frankfurt-Hahn.

Im ersten Jahr flogen rund 7000 Passagiere ab Hahn. Heute sind es etwa 8000 pro Tag.