Feuerwehrleute trainieren im Brandcontainer am Flughafen-Hahn

Trainingseinheit bei über 600 Grad Celsius

BrandcontainerDie Flughafen Feuerwehr schickt jedes Jahr seine Mitarbeiter in einen speziellen Container, um bestimmte Brandsituationen zu bewältigen. Den Brandcontainer nutzen auch die umliegenden Feuerwehren, um ihre eigenen Leute zu schulen. Insgesamt wurden in der letzten Augustwoche mehr als 200 Flughafenmitarbeiter und Feuerwehrleute geschult.

Die beiden Feuerwehrleute stecken ihre Hände in die eiskalte Wassertonne. Die Abkühlung steht direkt neben dem Ausgang des Brandcontainers. Sie sind nicht die ersten, die heiße Hände bekommen haben und diese zur Abkühlung ins kalte Wasser stecken. Gut zehn Minuten müssen sie im Brandcontainer Feuer löschen.

Die Brandstellen werden von außen gesteuert:

BrandcontainerFeuer auf der Treppe und an der Decke, in Brand stehende Gasflaschen oder plötzlich auftauchende Flammen hinter, neben und vor den Männern. Im Container sind Kelleräume nachempfunden worden, durch die sich die Feuerwehrleute zu Zweit kämpfen müssen. Und das immer unter der Beobachtung eines leitenden Feuerwehrmannes, mit dem anschließend die Trainingssituation noch einmal besprochen wird.

 „Die Männer wissen aber schon selbst, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Nämlich dann, wenn die Temperatur im Inneren an die 600 Grad anzeigt“, erläutert Flughafenfeuerwehrchef Thomas Stickert. Die Entwicklung der Hitze wird im Nebenraum genauestens mit aufgezeichnet.

BrandcontainerBekommen die Männer die Trainingssituation nicht in den Griff, wird abgebrochen. Unter schwierigsten Bedingungen müssen die Feuerwehrleute hoch konzentriert sein, um keine Fehler zu machen. Extreme Hitze lässt den einen oder anderen schon mal den Kopf verlieren.

Aus diesem Grund werden solche Situationen regelmäßig trainiert. Jedes Jahr bietet die Flughafenfeuerwehr auch für umliegende Feuerwehren diese Trainingsmöglichkeit an. „Das wird sehr gut angenommen und je mehr Teilnehmer wir haben, umso kostengünstiger wird es natürlich für alle.“ Doch der Kostenfaktor darf nicht an erster Stelle stehen, weiß auch Stickert. „Bei unseren Einsätzen geht es darum, Menschen zu schützen und zu retten. Da müssen wir top vorbereitet sein.“