Flughafen rüstet sich für die kalten Tage

Der Winterdienst des Flughafens Frankfurt-Hahn ist bereit für die kalten Tage: Die Tanks mit den Enteisungsmitteln sind gefüllt, die Streufahrzeuge gewartet und die Mitarbeiter geschult.

„Wir arbeiten schon seit dem vergangenen Juli an den Vorbereitungen für die Wintersaison“, sagt Siegfried Gauer, Leiter des Sommer- und Winterdienstes.

Winterdienst Flughafen Frankfurt-HahnZeitaufwendig ist vor allem die Schulung des Personals: Neben 18 festen Mitarbeitern, die ganzjährig für den Sommer- und Winterdienst am Flughafen Frankfurt-Hahn tätig sind, setzt der Airport in den Wintermonaten auf flexibel einsetzbare Zeitarbeitskräfte. „Sie werden immer dann gerufen, wenn wir wegen Eis und Schnee räumen müssen“, erläutert Gauer.

Rund 140 Zeitarbeitskräfte stehen für diese spontanen Anfragen in diesem Jahr zur Verfügung – und alle mussten geschult werden. Schließlich geht es beim Winterdienst um eine verantwortungsvolle Aufgabe, nämlich die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten. Erst Anfang Dezember hat es für den Winterdienst des Flughafens den ersten Einsatz gegeben, schließlich war der Winter bislang sehr mild. „Aber wir sind einsatzbereit“, betont Siegfried Gauer. Zum Fuhrpark des Winterdienstes gehören 37 Fahrzeuge, darunter zwei Schneefräsen mit 950 PS, die 5000 Tonnen Schnee pro Stunde bewegen können. Wenn der Wintereinbruch kommt, werden sowohl flüssiges als auch festes Streumittel auf die Straßen und Rollbahnen des Flughafens aufgebracht.

Zudem werden die Flugzeuge mit fünf Enteisungsfahrzeugen eisfrei gehalten. In vier Tanks lagert der Winterdienst bereits jetzt 250.000 Liter Flüssigenteiser. Die Mittel werden eingesetzt, sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.

Veränderungen des Wetters beobachten Siegfried Gauer und seine Kollegen genau. Dafür können sie nicht nur auf die Vorraussagen des Deutschen Wetterdienstes zurückgreifen, sondern auch auf eigene Daten: In der Start- und Landebahn des Flughafens befinden sich in regelmäßigen Abständen vier Temperaturmesser, die in einer Tiefe von rund 30 Zentimetern verbaut worden sind. Sie messen unter anderem die Belagstemperatur der Rollbahn und die Kälte des Bodens darunter.

Das erlaubt detaillierte Prognosen, zudem gibt das System frühzeitig Warnhinweise, wenn die Temperatur abfällt. „So ist es sogar möglich, prophylaktisch Enteisungsmittel aufzubringen, bevor die Start- und Landebahn zufriert“, erläutert Gauer.

Schließlich ist es sein Ziel, den Flugbetrieb reibungslos weiterlaufen zu lassen – und den Fluggästen dabei eine optimale Sicherheit zu gewährleisten.